AC Germania Ziegelhausen
Club

Unsere Geschichte

Über 130 Jahre Ringen in Ziegelhausen.

Was 1891 in einer Ziegelhäuser Gaststätte begann, ist heute ein Verein mit über 135 Jahren Tradition. Der AC Germania hat zwei Weltkriege überstanden, Generationen von Ringern hervorgebracht und sich immer wieder neu erfunden — ohne seine Wurzeln zu vergessen.

AC Germania Ziegelhausen

Meilensteine

1891

Die Gründung

Im Gasthaus „Neckartal" in der Ziegelhäuser Brahmsstraße gründen zehn sportbegeisterte Freunde um Ferdinand Gessel den Athleten-Club Germania 1891 Ziegelhausen. Das Ringen — damals eine der populärsten Sportarten — steht von Beginn an im Zentrum. Als erster Gegner ist die Truppe von Kirchheim in der Chronik verbrieft.

1893 übernahm Fritz Böhm den Vorsitz. Er hatte mit mangelhaften Übungsmöglichkeiten zu kämpfen, so dass der junge Club im Jahr 1900 sein neues Trainingsdomizil im Gasthaus "Fürstenhof" aufschlug.

1911 trat der AC Germania dem Deutschen-Athletik-Sportverband (DASV) bei, gleichzeitig fanden die Ringer im Saal der Gaststätte "Grenze" ideale Trainingsmöglichkeiten.

1921

Aufschwung in den Goldenen Zwanzigern

Nach den Kriegsjahren erlebt der Verein einen neuen Aufschwung. Die Mitgliederzahlen wachsen, der AC Germania wird zu einer festen Größe im überregionalen Ringsport.

Im Juni 1921 schickten sich die Germanen an, ein mit einer süddeutschen Meisterschaft vergleichbares Ringerereignis aufzuziehen. Über 800 Teilnehmer strömten ins Neckartal.

1922 und in den folgenden Jahren gründeten sich eine Fußball-, Box- und Gesangsabteilung sowie eine Rundgewichtsriege, die im Lauf der Zeit aber alle wieder verschwanden.

1946

Neuanfang nach dem Krieg

Der Zweite Weltkrieg hinterlässt tiefe Spuren. Doch schnell nach Kriegsende wird der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Das Vorstandsduo Reinhard Franzmathes und Daniel Rück rief zum Training ins Gasthaus "Steinbacher Tal".

1949 beschloss der neugewählte Vorsitzende Oskar Brunner eine neue Ringermatte anzuschaffen.

Zwei Vergleichskämpfe mit den schweizer Ringerkollegen aus Basel fanden 1951 nicht nur regional Beachtung.

1953 packten die Ziegelhäuser Athleten den Aufstieg in die Nordbadische Oberliga, der damals höchsten Kampfklasse.

1968

Aufstiegskämpfe und neue Heimstätte

1968 traten die Germanen als Meister der Nordbadischen Oberliga zu den Aufstiegskämpfen gegen Bad Reichenhall, Baienfurt und Heussweiler zur neuen Bundesliga an. Trotz verpasstem Aufstieg waren die Meisterhelden in aller Munde.

Mit dem Bau der Steinbachhalle am Fürstenweiher bekommt der AC Germania erstmals eine eigene, moderne Trainingsstätte. Die Halle wird zum Herzstück des Vereinslebens — und ist es bis heute.

1976 musste man jedoch als Tabellenvierter der Badenliga wegen einer Umstrukturierung in die Oberliga weichen.

1981

Jubiläum und sportliche Entwicklung

Mit 800 Gästen feiert der Verein sein 90Jähriges Jubiläum in der jungen Köpfelhalle.

1984 muss der Verein nach achtjähriger Zugehörigkeit sich aus der Oberliga in die tiefere Verbandsliga verabschieden.

Doch es war dort nur ein Gastspiel. Nachdem die Ziegelhäuser Ringer bereits zwei Jahre später wieder den Aufstieg feiern konnten, stellte sich das Team 1988 den AC-Fans erneut in der zweithöchsten deutschen Ringerklasse, der 2. Bundesliga, vor.

1991

100 Jahre AC Germania

Ein Jahrhundert Vereinsgeschichte wird mit einem großen Festakt und Jubiläumsturnier gefeiert. Ehrengäste aus Politik und Sport würdigen die Verdienste des Vereins für den Ringsport in der Region Heidelberg.

Der Präsident des nordbadischen Ringerverbandes, Rolf Backhaus, würdigte den AC Germania als "Aushängeschild im Verband".

1994 jubelte die gesamte AC-Ringergemeinde über die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und die damit verbundenen Aufstiegskämpfe zur 1. Bundesliga, die man tragisch gegen Nürnberg verloren geben musste.

2000

Abstieg und neue Wege

Nach zwölfjähriger Bundesligazugehörigkeit mussten die Ziegelhäuser Ringer ihre Mannschaft in die Verbandsliga zurückziehen. Zeit für einen Neustart.

Nach 37 Funktionärsjahren übergab im Jahr 2003 Klaus Teichgräber den 1. Vorsitz an Peter Bickel. Unter seiner Leitung gelang es die Ringer-Niederungen nach nur zwei Jahren wieder zu verlassen.

Im Jahr 2006 war man schon wieder drittklassig und trat in der Regionalliga an.

2007 gründete sich in der Gaststätte "Zum Waldhorn" ein Förderverein für die Ziegelhäuser Ringer, der bis heute besteht.

2012

Ein Traum wird wahr

Die Steinbachhalle erstrahlte nach umfassender Generalsanierung in neuem Glanz. Für den AC Germania wurde ein Traum wahr: Mit dem Manfred-Wunderli-Trainingsraum verfügt der ACZ seitdem über einen 270 Quadratmeter großen Trainings- und Aufenthaltsbereich, inklusive einer fest verlegten, neunmal zwanzig Meter großen Ringermatte.

2013 öffnet sich der Verein für neue Zielgruppen: Die Linedance-Abteilung wird gegründet und zieht schnell dutzende begeisterte Tänzerinnen und Tänzer an.

Heute

Lebendiger denn je

Mit rund 370 Mitgliedern, zwei aktiven Ringermannschaften in Ober- und Verbandsliga, einer wachsenden Linedance-Abteilung und einer engagierten Jugendarbeit ist der AC Germania so lebendig wie seit Jahrzehnten nicht. Die Geschichte wird weitergeschrieben.

Gold, Silber und Bronze

Medaillengewinner bei den Deutschen Meisterschaften für den ACZ

JahrNamePlatzKategorie
1937Hug, Walter3. PlatzA-Jugend
1949Steuer, Alex2. PlatzA-Jugend
1950Steuer, Alex3. PlatzA-Jugend
1953Steuer, Alex2. PlatzMänner
1967Knoll, Ernst1. PlatzMänner
1969Knoll, Ernst1. PlatzMänner (GR)
1969Knoll, Ernst2. PlatzMänner (FS)
1970Hug, Günter3. PlatzMänner
1970Knoll, Ernst1. PlatzMänner (FS)
1970Knoll, Ernst2. PlatzMänner (GR)
1972Knoll, Ernst1. PlatzMänner (GR)
1972Knoll, Ernst1. PlatzMänner (FS)
1975Hartmann, Gerhard3. PlatzMänner
1990Ferroud, Zoubire2. PlatzMänner
1993Böh, Michael3. PlatzA-Jugend
1994Böh, Michael1. PlatzJunioren
1994Böh, Michael1. PlatzA-Jugend
1995Böh, Michael2. PlatzJunioren
1996Böh, Michael1. PlatzJunioren
1997Rehberger, Adrian3. PlatzB-Jugend
1999Rehberger, Adrian3. PlatzA-Jugend
2000Schneider, Ludwig3. PlatzMänner
2011Schüle, Paul1. PlatzB-Jugend
2013Layer, Daniel3. PlatzA-Jugend
2013Schüle, Paul3. PlatzA-Jugend
2014Schüle, Paul2. PlatzA-Jugend
2016Schüle, Paul2. PlatzJunioren
2017Schüle, Paul1. PlatzJunioren
2018End, Louis1. PlatzB-Jugend
2021End, Noah1. PlatzB-Jugend
2022End, Noah2. PlatzB-Jugend
2022Schulz, Lenox3. PlatzB-Jugend
2023Schulz, Lenox3. PlatzA-Jugend
2023End, Noah2. PlatzA-Jugend
2024End, Noah3. PlatzU-17 (GR)
2025End, Noah2. PlatzU-17 (GR)
2026End, Noah2. PlatzU-20 (GR)
2026End, Noah3. PlatzMänner (GR)
2026Schulz, Lionel1. PlatzU-14 (GR)

Väter des Erfolgs

Seit 1891 leiteten den Verein als Vorsitzende:

Ferdinand Gessel, Fritz Böhm, Christian Steinbächer, Adam Franzmathes, Martin Beisel, Josef Rittmüller, Karl Maisch, Karl Stadler, Daniel Rück, August Bechthold, Leonhard Franzmathes, Reinhard Franzmathes, Oskar Brunner, Waldemar Krebs, Klaus Teichgräber, Peter Bickel, Zoubire Ferroud